Reinigungsmaschinen

Mit einer Reinigungsmaschine putzen wie ein Profi

Reinigungsmaschinen gehören wahrscheinlich nicht zur Grundausstattung eines jeden Haushalts. Zwar zählen auch klassische Geräte wie Staubsauger dazu, zumeist versteht man unter dem Begriff Reinigungsmaschine jedoch ein kompakteres Gerät. Hochdruck- und Dampfreiniger, Bodenreinigungs-, Polier- und Kehrmaschine – diese ausgeklügelten Modelle sind für spezielle Einsatzbereiche vorgesehen und überzeugen mit einer hohen Reinigungsleistung. Wo Besen, Wischtuch und Bürste nicht mehr weiterhelfen, ist eine Reinigungsmaschine gefragt.

Wie eine Reinigungsmaschine funktioniert, hängt davon ab, um was für ein Gerät es sich im Speziellen handelt. Bodenreinigungsmaschinen, die beispielsweise für die Teppichreinigung vorgesehen sind, verfügen über eine Sprüh- und Saugfunktion. Zu unterscheiden sind zwei Arten der Reinigung:

  1. Teppichreinigung mit Wasser: Hier befüllen Sie den Tank der Reinigungsmaschine mit Teppichreiniger und Wasser. Während das Gerät über den Teppich gleitet, wird das Reinigungsgemisch mit Druck in den Teppich gesprüht und förmlich in die Fasern gepresst. Unmittelbar danach kommt die Saugfunktion zum Einsatz, das heißt, durch Unterdruck wird die Flüssigkeit wieder herausgezogen. Dieser Prozess geht kontinuierlich und abwechselnd vonstatten, so dass hartnäckige Verschmutzungen aufgelöst und entfernt werden. Der Vorteil dieser Reinigungsmaschine besteht in ihrer Effizienz, ein Nachteil kann hingegen entstehen, wenn eine zu hohe Restfeuchte im Teppich zurückbleibt. Dadurch benötigt er längere Zeit, um zu trocknen.
  2. Teppichreinigung ohne Wasser: Diese Modelle basieren auf einer Trockenreinigung. Statt Wasser und flüssigem Teppichreiniger kommt Reinigungspulver zum Einsatz. Die Methode hat den Vorteil, dass der Teppich nicht befeuchtet und sofort nach der Reinigung wieder begehbar ist.

Bevor Sie eine Reinigungsmaschine kaufen, sollten Sie sich genau überlegen, welches Modell für Ihre Zwecke am besten geeignet ist und ob sich die Investition in eine Putzmaschine lohnt. Falls Sie unsicher sind und nur gelegentlich eine Tiefenreinigung vornehmen, können Sie eine Reinigungsmaschine mieten. So haben Sie zudem die Option, erst einmal auszutesten, ob Sie mit dem Gerät zurechtkommen.

Der Dampfreiniger – mit Dampf zum Erfolg

Dampfreiniger kommen vornehmlich in Innenräumen zum Einsatz und basieren, wie der Name es vermuten lässt, auf Dampf. Hierbei wird Wasser in einen Tank erfüllt und erhitzt. Bei 100 Grad Celsius ändert es seinen Aggregatzustand von flüssig zu gasförmig und Wasserdampf entsteht. Schmutz und Staub lösen sich unter dem heißen Dampf auf, der mit Druck auf die Oberfläche gesprüht wird. Der Dampfdruck ist nicht nur entscheidend für die Reinigungswirkung: Beim Austritt aus der Düse entsteht weitere Kraft, die den Schmutz von der Oberfläche zusätzlich anhebt, wodurch er besser aufgenommen und entfernt werden kann. Je heißer der Dampf und je höher der Druck, desto effektiver ist die Reinigungsmaschine. Natürlich eignet sich ein hoher Dampfdruck für entsprechend robuste Textilien. Ist das Material empfindlich, können Sie den Dampfdruck bei den meisten Modellen anpassen. Übrigens verfügen klassische Dampfreiniger nicht über eine Saugfunktion, das heißt, der Schmutz muss anschließend manuell aufgenommen werden. Allerdings gibt es mittlerweile Modelle, die die Schmutzpartikel ansaugen und in einem Auffangbehälter sammeln.

Dampfreiniger basieren auf unterschiedlichen Systemen:

  • Druckkesselsystem: In kurzer Zeit wird das Wasser in einem Druckkessel erhitzt und anschließend mit hohem Druck ausgestoßen. Das System birgt allerdings ein gewisses Verletzungsrisiko, wenn Sie weiteres Wasser nachfüllen möchten. Der Druckkessel erreicht nämlich hohe Temperaturen und austretender Dampf oder Restwasser kann zu Verbrühungen führen. Demnach sollten Sie erst warten, bis das Wasser abgekühlt ist.
  • Druckkesselsystem mit separatem Wassertank: Hier füllen Sie das Wasser in einen separaten Tank, bevor es im Druckkessel erhitzt wird. Durch das Kesselsystem ist ein hoher Dampfdruck gewährleistet, gleichzeitig ist es möglich, den separaten Tank ohne Verletzungsgefahr während des Arbeitens nachzufüllen. Somit können Sie die Reinigungsmaschine ohne Unterbrechungen einsetzen.
  • Durchlauferhitzer: Das Prinzip des Durchlauferhitzers ist vielen bekannt. Zwar erhitzt er das Wasser, bis Dampf entsteht, kann aber nicht den gleichen Druck erzeugen, wie es bei Druckkesseln der Fall ist. Das Wasser kann jederzeit nachgefüllt werden, wodurch ein kontinuierlicher Arbeitsprozess gewährleistet ist.

Mit einem Hochdruckreiniger sichtbare Erfolge erzielen

Ein Hochdruckreiniger wird für gewöhnlich im Außenbereich eingesetzt. Verdreckte Fassaden und Gehwegplatten sowie bemooste Terrassen sind einige Beispiele für Flächen, die mit der Reinigungsmaschine behandelt werden können. Ein Hochdruckreiniger sprüht Wasser mit hohem Druck auf die zu reinigende Oberfläche. Der Druck allein ist jedoch nicht entscheidend (ein Arbeitsdruck von 100 bar ist für private Zwecke übrigens ausreichend), für eine effektive Reinigung spielt vielmehr das Verhältnis von Wassermenge und Druck eine wichtige Rolle. Befüllen Sie den Tank mit zu wenig Wasser, müssen Sie den Abstand zwischen Düse und Reinigungsfläche verringern, da das Wasser ansonsten zu allen Seiten hin zerstäubt. Das hat zur Folge, dass Sie weniger Fläche auf einmal bearbeiten können. Zwar gilt grundsätzlich: Je geringer der Abstand, desto besser die Reinigungswirkung. Der Radius ist jedoch entsprechend kleiner. Es gibt zudem vielerlei Zubehör, mit dem Sie die Reinigungsmaschine ausstatten können, zum Beispiel:

  • Rotationsdüse: Hochdruckdüsen erzeugen meistens einen flachen Strahl, eine Rotationsdüse hingegen stößt einen Punktstrahl aus, der außerdem rotiert. Trifft der Strahl auf die Oberfläche, fällt die Reinigungswirkung nicht nur intensiver aus, sie nimmt auch mehr Fläche in Beschlag. Wenn es eine große, stark verdreckte Fläche zu bearbeiten gilt, ist eine Rotationsdüse ein sinnvolles Zubehörteil.
  • Teleskopstange: Für hohe und schwer erreichbare Stellen ist der Griff eines handelsüblichen Hochdruckreinigers meistens nicht lang genug. In solchen Fällen können Sie sich mit einer ausziehbaren Teleskopstange behelfen, die quasi einen verlängerten Arm darstellt. So müssen Sie nicht mit der Reinigungsmaschine das Dach hinaufklettern, sondern können vom sicheren Boden aus arbeiten.
  • Bürstenaufsätze: Abhängig vom Einsatzbereich können Sie verschiedene Aufsätze auf der Hochdruckpistole montieren. Für besonders hartnäckige Verschmutzungen eignet sich beispielsweise ein rotierender Waschbürstenaufsatz.

Beim Umgang mit einem Hochdruckreiniger ist übrigens Vorsicht angesagt. Trifft der harte Strahl auf die Haut, können Sie mit blauen Flecken und sogar schlimmeren Verletzungen rechnen. Um sich im heißen Sommer mit kühlem Wasser abzuspritzen, ist die Reinigungsmaschine nicht geeignet.