Gin

Orson's London Dry Gin
Orson's London Dry Gin
0,5 l

Gin – beliebte Spirituose für Cocktails und Longdrinks

Eine gut sortierte Hausbar kommt ohne Gin nicht aus. Die farblose Spirituose wird zwar eher selten pur getrunken, ist aber ausgesprochen beliebt, wenn es darum geht, Longdrinks und Cocktails zu mixen. Das wohl bekannteste Beispiel hierfür ist der Gin Tonic.

Gin gehört zur übergeordneten Spirituosengruppe der Branntweine, die ihr Herstellungsverfahren schon im Namen tragen. Die jeweilige Basis für das hochprozentige Getränk – häufig handelt es sich um Getreide, Obst, Kartoffeln oder Beeren – wird „gebrannt“. Genauer gesagt gilt das für die vergorene Maische, die zum Sieden gebracht wird. Gin gehört zur Gruppe der Wacholderschnäpse, die sich wie folgt einteilen lassen:

  • Wacholder: Dabei handelt es sich um einen Branntwein aus Monopolsprit, Korndestillat beziehungsweise einen Mix von beidem. Durch Wacholderdestillat erhält er seinen typischen Geschmack. Der Alkoholgehalt liegt zwischen 32 und 38 Volumenprozent.
  • Genever: Die holländische Variante, die auf zwei Weisen herstellt werden kann: Entweder es wird Korndestillat mit Gewürzen oder unvergorenen Wacholderbeeren ein zweites Mal destilliert oder es erfolgt eine Mischung aus Korn- mit Genever-Destillat. Der Alkoholgehalt beträgt mindestens 35 Volumenprozent. Unterschieden wird alter und junger Genever, wobei sich diese Attribute auf die Art des Herstellungsverfahrens beziehen, nicht auf das Alter der Spirituose.
  • Gin: Eine englische Spezialität, basierend auf dem Genever. Bei der Gin Herstellung wird das erste Destillat aus Getreide gewonnen, meist Weizen, Roggen, Gerste oder Mais. Seinen charakteristischen Geschmack erhält Gin durch die anschließende Beigabe von Wacholderbeeren und Gewürzen wie Anis, Fenchel, Kümmel und Kardamom. Der Alkoholgehalt beträgt mindestens 37,5 Volumenprozent.
  • Steinhäger: Das Destillat aus Wacholdermaische wird bei der Herstellung dieser Spirituose mit anderen Destillaten und Wasser gemixt, hinzu kommt eine kleine Menge Wacholderbeeren. Der Alkoholgehalt beträgt 38 Volumenprozent. Seinen Namen erhält der Schnaps von seinem Herkunftsort: Er muss aus Steinhagen in Westfalen stammen.

Darüber hinaus gibt es verschiedene Gin Sorten, wobei laut EU-Recht grob zunächst Gin und destillierter Gin unterschieden werden. Destillierter Gin wird ausschließlich durch erneute Destillation hergestellt und erlangt dabei seinen Geschmack, während Gin, bei dem das erste Destillat einfach mit Essenzen oder Aromastoffen versehen wird, nicht als destillierter Gin bezeichnet werden darf. Bekannte Arten von Gin sind:

  • London Gin: Ein destillierter Gin, für dessen Herstellung strenge Regeln gelten. Er muss ausschließlich aus Ethylalkohol landwirtschaftlichen Ursprungs gewonnen werden, erhält seine Aromen durch erneute Destillation, enthält pro Liter nicht mehr als 0,1 Gramm Zucker aus beigefügten süßen Zutaten und darf keine Farbstoffe beinhalten. Abgesehen von den pflanzlichen Inhaltsstoffen dürfen – außer Wasser – keine weiteren Zutaten verwendet werden. Zudem muss London Gin einen Alkoholgehalt von mindestens 37,5 Volumenprozent aufweisen.
  • Dry Gin: Er ist dem London Gin ähnlich, allerdings ist es möglich, die pflanzlichen Zutaten jederzeit zuzugeben, nicht nur vor der Destillation. Naturidentische Aroma- und Farbstoffe dürfen verwendet werden. Zuckerzusatz ist wie beim London Gin nicht erlaubt.

So gelingt der perfekte Gin Tonic

Wie eingangs erwähnt, wird Gin eher selten pur genossen, sondern dient primär der alkoholischen Verfeinerung von Mixgetränken. Und welcher Drink kommt Ihnen dabei sofort in den Sinn? Richtig, der Gin Tonic. Das Schöne ist, dass Sie für die Zubereitung nicht viele Zutaten oder gar besonderes Equipment benötigen. Für ein einfaches Gin Tonic Rezept brauchen Sie lediglich:

  • Gin
  • Tonic
  • Zitrone, Limette oder Gurke
  • Eiswürfel

Wie viel Tonic Water und Gin Sie verwenden, hängt davon ab, wie stark der Gin Tonic werden soll. Normalerweise werden 4cl Gin verwendet. Möchten Sie ein Verhältnis 1:1 oder 1:2 (Gin zu Tonic), sollten Sie aufgrund des hohen Alkoholgehalts ein kleines Glas verwenden, einen Tumbler etwa, wie man ihn für Whisky benutzt. Bei einem Verhältnis 1:3 oder 1:4 empfiehlt sich ein hohes, schmales Glas, also ein klassisches High-Ball-Glas, wie es für Longdrinks üblicherweise verwendet wird. Spezielle Gin Tonic Gläser braucht es nicht.

Gin Tonic wird kalt getrunken. Ideal ist es, wenn Sie neben dem Tonic Water auch das Trinkglas vorab kühlen. Sie können es einfach kurz ins Gefrierfach legen. Zunächst geben Sie den Gin ins Glas, anschließend das Tonic. Verwenden Sie unbedingt eine neue Flasche, denn mit schalem Tonic Water schmeckt der Drink nicht so schön prickelnd. Außerdem gilt es, das Bittergetränk langsam einzufüllen, um zu schnelles Entweichen von Kohlensäure zu vermeiden. Danach kommen Eiswürfel hinzu, bis das Glas voll ist. Der Longdrink wird nicht geschüttelt, sondern behutsam umgerührt. Zitronen- oder Limettenscheiben dienen als Deko am Glasrand, wobei Sie auf Wunsch natürlich eine Scheibe direkt ins Getränk geben können, um ihm eine leichte Zitrusnote zu verleihen. Wer möchte, kann den Gin Tonic mit anderen Früchten und Gewürzen verfeinern. Manche schwören auf Gurkenscheiben im Gin Tonic – alles eine Frage des Geschmacks.

Welchen Gin und welches Tonic Water Sie nehmen sollten? Nun, grundsätzlich können Sie verwenden, was Sie zu Hause vorrätig haben. Feinschmecker legen mitunter Wert darauf, bestimmte Tonic- und Gin-Sorten zu kombinieren. Eher fruchtige, süße Tonic-Sorten sowie klassisches Tonic Water wie Indian Tonic sollten Sie mit einem kräftigen Gin mixen, da der Softdrink ansonsten den Geschmack des Gins zu sehr überlagert. Trockene Tonics können Sie mit so gut wie jedem Gin kombinieren. Gewürze und Zitrusaromen von Früchten kommen in dem Fall ebenfalls hervorragend zur Geltung.

Weitere leckere Gin Cocktails

Gin lässt sich vielfältig mit anderen Spirituosen, Säften, Früchten und Gewürzen kombinieren, wobei ein geschmacklich zurückhaltender Gin besser geeignet ist, wenn Sie zu Hause verschiedene Gin Rezepte ausprobieren möchten. Nicht immer ist ein dominanter Gin-Geschmack gewünscht. Hier noch ein paar Beispiele für beliebte Cocktails mit Gin:

  • Gin Fizz mit Zitronensaft, Soda und Zuckersirup
  • Long Island Iced Tea mit Wodka, Tequila, weißem Rum, Cola, Orangensaft, Zitronensaft und Triple Sec
  • Negroni mit Wermut, Campari und Orangenschale
  • Electric Iced Tea mit Wodka, weißem Rum, Tequila, Blue Curaçao, Triple Sec und Zitronenlimo
  • Gin Gin Mule mit Zuckersirup, Limettensaft, Minze und Ginger Beer

Übrigens: Gin ist nicht nur zum Trinken, sondern auch zum Kochen geeignet und verleiht vielen Gerichten durch seine Kräuternote ganz besondere Aromen. Ob ein feines Zucchinisüppchen, eine leckere Tomatensoße für Nudeln, ein zartes Lachsfilet oder sogar ein fruchtiges Sorbet – Gin wertet herzhafte wie süße Speisen auf und lässt Spielraum für viele weitere, kreative Ideen. Probieren Sie es aus!