Roséwein

Bio Tempranillo Rosado, Vegan, halbtrocken
Bio Tempranillo Rosado, Vegan, halbtrocken
0,75 l

Roséwein – erfrischender Genuss zu jedem Anlass

Lange Zeit fristete der Roséwein eher ein Nischendasein und konnte mit der Prominenz von Rot- und Weißwein nicht annähernd mithalten. Doch seit einigen Jahren erfreut sich der hellrosa bis kirschrote Wein zunehmender Beliebtheit. Der umsatzmäßige Marktanteil in Deutschland ist inzwischen auf mehr als 10 Prozent gestiegen. Das kommt nicht von ungefähr. Roséwein vereint gute Eigenschaften von Weißwein und Rotwein – und das bezieht sich nicht nur auf die Farbgebung. Um gleich mit einem Vorurteil aufzuräumen: Nein, bei Roséwein handelt es sich nicht um ein Mixgetränk aus Rot- und Weißwein. Es gibt zwar billige Verschnitte, die außerhalb der EU hergestellt werden, dann sind es allerdings keine echten Rosés, jedenfalls nicht nach EU-Recht. Tatsächlich gab es in der EU-Kommission einmal Überlegungen, Roséwein, der durch Mischen von Rot- und Weißwein zustande kommt, zuzulassen, dagegen sind die europäischen Winzer allerdings Sturm gelaufen – mit Erfolg.

Wissenswertes zur Roséwein Herstellung

Interessant ist also die Frage, wie Roséwein hergestellt wird. Hierfür ist wichtig zu verstehen, worin die Unterschiede in der Produktion von Rotwein und Weißwein liegen. Rotwein wird aus der Maische der Trauben gewonnen, die Schale wird mitverarbeitet und darin befindet sich der Großteil der Farb- und Aromastoffe. Währenddessen entsteht Weißwein aus Most, ausschließlich das helle Fruchtfleisch der Weintrauben findet Verwendung. Aus diesem Grund können für die Herstellung von weißem Wein durchaus rote Trauben dienen. Möchte ein Winzer auf dem Weingut Roséweine gewinnen, für die eine zartrosa bis hellrote Farbe charakteristisch ist, muss der Most mit den Schalen in Verbindung kommen, allerdings nur wenige Stunden, mitunter bloß Minuten. Es gibt verschiedene Verfahren hierfür:

  • Mazeration: Der Most verbleibt nach dem Keltern einige Zeit mit den Schalen im Tank, anschließend wird er ohne Schalen vergoren – genau wie Weißwein, nur dass der Traubensaft Zeit hatte, eine Färbung anzunehmen.
  • Abpressung: Die roten Trauben werden nach einigen Tagen direkt aus der Maische gepresst, Most und Schalen kommen nicht zusammen in den Tank.
  • Saignée-Methode: Hier wird die Roséproduktion mit der Rotweinproduktion sozusagen kombiniert. Aus dem Rotwein-Tank mit Most und Schalen wird nach einiger Zeit (ein paar Stunden bis maximal zwei Tage) ein Teil des Mostes abgelassen, bevor die Pressung erfolgt. So gewinnt man einerseits Roséwein und andererseits einen tiefroten, bouquetreichen Rotwein, da der im Tank verbleibende Anteil an Schalen im Verhältnis zur Flüssigkeit sehr hoch ist.

Eine Rebsorte, die in Deutschland häufig zur Herstellung von Roséwein verwendet wird, ist der Spätburgunder. In anderen Ländern kommen Sorten wie Tempranillo, Pinotage, Bordeaux und Cabernet Sauvignon oft zum Einsatz.

Roséweine – vielfältig in Farbe, Bouquet und Geschmack

Wie bei anderen Weinen gibt es im Bereich der Roséweine ein riesiges Angebot an Varianten. Es gibt lieblichen, halbtrockenen und trockenen Roséwein. Abhängig von Erntezeitpunkt, Rebsorte und Anbaugebiet kann der Geschmack sehr unterschiedlich ausfallen – von fruchtig-süß bis zu spritzig-säuerlich ist alles mit dabei. Grundsätzlich gilt Roséwein als „leichte“ Alternative zum Rotwein, was jedoch nicht auf Alkoholgehalt und Energiewert bezogen ist, sondern eher auf Geschmack und Aroma. Außerdem wird Roséwein wie Weißwein gekühlt serviert. Je nach Sorte wird eine Trinktemperatur zwischen 8 und 12 Grad Celsius empfohlen. Das macht den Rosé gerade im Sommer sehr beliebt.

Um Roséwein vollends zu genießen, braucht es die richtigen Gläser. Während viele Menschen Rot- und Weißweingläser besitzen, sind Roséweingläser im Geschirrschrank wohl eher die Ausnahme. Welche Gläser sich ideal eignen, hängt wesentlich von den Eigenschaften des jeweiligen Weins ab. Für leichte trockene und halbtrockene Sorten empfehlen sich kleinere Gläser, die lediglich eine leicht bauchige Form aufweisen. Für kräftigeren Roséwein sind mittelgroße Gläser ideal, deren Kelch sich nach oben hin verjüngt. Mitunter sind kleine Rotweingläser für kräftige Roséweine (übrigens auch für körperreiche Weißweine) die bessere Wahl. Für leichte Varianten können Sie natürlich Weißweingläser verwenden.

Zu welchen Speisen passt Roséwein?

Die Frage ist nicht ganz leicht zu beantworten, da das wesentlich von der Sorte abhängt. Nachfolgend eine kleine Übersicht, mit welchen Speisen Roséwein grundsätzlich gut harmoniert:

  • Meeresfrüchte, Schalentiere
  • Fisch (auch geräuchert oder gebraten)
  • Vorspeisen, Salate
  • Süßspeisen

Zu herzhafteren Speisen passen in der Regel trockene, kräftigere Roséweine wunderbar (zum Beispiel bei einem Grillabend im Sommer). Genießen Sie Roséwein ohne Essen, schmecken leichte, fruchtige Varianten besonders gut. Gekühlt serviert, schmeckt er herrlich erfrischend und punktet dennoch mit einem vollen Aroma, wobei die Geschmacksintensität (ebenso wie die Farbe) natürlich von der verwendeten Rebsorte und dem Herstellungsverfahren abhängt.

Obwohl Roséwein oftmals als „leichte“ Alternative zu Rotwein gilt – bevor er in jüngster Zeit stark an Beliebtheit gewann, war oft abschätzig von „Mädchenwein“ die Rede –, sollte er in Maßen genossen werden. Der Alkoholgehalt steht dem von Weißwein oder Rotwein in nichts nach, wobei es selbstverständlich leichte Unterschiede bei den verschiedenen Weinsorten gibt. Die Menge an Kalorien hängt wesentlich vom enthaltenen Restzucker und Alkoholgehalt ab. 100 Milliliter Roséwein haben circa 65 bis 80 Kalorien.

Den richtigen Roséwein finden

Die Menge an unvergorenem Zucker im Wein bestimmt übrigens auch, ob es sich um einen „trockenen“ Wein handelt. Ein Wein darf das Attribut „trocken“ tragen, wenn in einem Liter nicht mehr als vier Gramm Restzucker enthalten sind. Ein häufiger Trugschluss ist, dass trockener Wein automatisch sauer schmeckt. Ein trockener Roséwein kann mit einem fruchtigen, harmonischen Geschmack punkten, wenngleich er – aufgrund des geringen Zuckergehalts – nicht so süß schmecken wird wie ein lieblicher Wein.

Was die Qualität von Roséwein angeht, gilt für in Deutschland hergestellte Weine folgende Einteilung:

  • Tafelwein
  • Landwein
  • Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete
  • Prädikatswein

Bei den meisten im Handel erhältlichen deutschen Weinen handelt es sich um Qualitätsweine. Sie zeichnen sich durch für das jeweilige Anbaugebiet charakteristische Merkmale hinsichtlich des Geschmacks und der Farbe aus. Oft finden Sie auf der Flasche zudem Angaben bezüglich Jahrgang, Rebsorte, Erntezeitpunkt und Reifegrad der Beeren (zum Beispiel Spätlese, Auslese, Kabinett, Eiswein, Beerenauslese). Eine hilfreiche Orientierung bieten beschreibende Adjektive wie „fruchtig“, „mild“, „spritzig“ und so weiter. Falls Sie sich nicht mit Wein auskennen, können Sie anhand all dieser Faktoren entscheiden, welchen Sie einmal ausprobieren möchten. Und falls Sie einen Roséwein entdecken, der Ihnen ganz ausgezeichnet schmeckt, merken Sie sich die Marke!