Sekt & Schaumweine

Masaccio Vino Frizzante Ice, halbtrocken
Masaccio Vino Frizzante Ice, halbtrocken
0,75 l
Stefano Colucci Prosecco Frizzante DOC, trocken
Stefano Colucci Prosecco Frizzante DOC,...
0,75 l

Sekt – prickelndes Trinkvergnügen

Es gibt einfach diese Momente, wenn die Korken knallen müssen. Sekt steht quasi stellvertretend für freudige Anlässe. Wenn wir Geburtstag feiern, die Zusage für einen neuen Job ins Haus flattert oder Feuerwerk das neue Jahr begrüßt, stoßen wir mit Sekt an. Das prickelnde Gefühl auf der Zunge und der herrlich erfrischende Geschmack von eisgekühltem Sekt machen jeden schönen Moment noch ein bisschen feierlicher.

Mitunter werden die Begriffe Sekt, Schaumwein und Champagner fälschlicherweise synonym verwendet. Tatsächlich handelt es sich bei Schaumwein um den Oberbegriff, der schäumende Weine umfasst, also sowohl Sekt als auch Champagner.

Schaumweine werden in verschiedene Qualitätsstufen eingeteilt. Diese Übersicht kann Ihnen weiterhelfen, falls Sie sich fragen, welche Sekte besonders hochwertig sind.

  • Schaumwein: In dem Fall bezieht sich das Wort auf die Qualitätsstufe, nicht die Getränkeart. Ist der Tropfen als Schaumwein deklariert, wurde er aus Tafelwein (niedrige Qualitätsstufe von Wein) gewonnen. Der Alkoholgehalt beträgt mindestens 9,5 Volumenprozent, der Überdruck muss 3 bar oder mehr betragen.
  • Qualitätsschaumwein/Sekt: Nur wenn es sich um einen Qualitätsschaumwein handelt, darf er als Sekt bezeichnet werden. Vorgeschrieben sind ein Alkoholgehalt von wenigstens 10 Volumenprozent und ein Druck von mindestens 3,5 bar. Darüber hinaus muss er nach Beginn der Gärung mindestens sechs Monate reifen.
  • Qualitätsschaumwein bestimmter Anbaugebiete: Hierbei handelt es sich, wie die Bezeichnung erahnen lässt, um Qualitätsschaumwein aus bestimmten Anbaugebieten. Er muss zu 100 Prozent aus dem angegebenen Gebiet stammen.

Sekt wird aus Wein hergestellt. Entsprechend beeinflusst die Qualität des verwendeten Weins maßgeblich die Qualität des Sekts. Grundweine für die Herstellung von Sekt werden aus reifen Trauben mit feiner Säure gewonnen. Während das Wort „Verschnitt“ bei der Weinproduktion bestenfalls Naserümpfen auslöst, ist das Vermengen unterschiedlicher Traubensorten und Weine bei der Produktion von Sekt durchaus Usus. Diesen Verschnitt nennt man Cuvée. Der Kellermeister kann dem Tropfen somit die besten Eigenschaften verschiedener Grundweine und Trauben verleihen und sicherstellen, dass eine gleichbleibende Qualität gewährleistet ist. Um die zweite Gärung auszulösen, werden der Cuvée Zucker und Hefe beigemischt – was erklärt, warum Sekt schäumt. Die Hefe spaltet den Zucker in Alkohol und eben Kohlensäure auf. Außerdem entscheidet sich bei diesem Herstellungsschritt, welcher Geschmacksstufe der Sekt oder Schaumwein letztlich zugeordnet werden kann. Diese Stufen richten sich nach dem Zuckergehalt. Die nachfolgende Liste bezieht sich auf den Zuckergehalt pro Liter:

  • Brut zéro: bis 3 Gramm
  • Extra herb / extra brut: bis 6 Gramm
  • Herb / brut: bis 15 Gramm
  • Extra trocken: 12 bis 20 Gramm
  • Trocken: 17 bis 35 Gramm
  • Halbtrocken: 33 bis 50 Gramm
  • Mild: über 50 Gramm

Falls Sie darauf achten, wie viel Zucker Sie über den Tag verteilt zu sich nehmen, sollten Sie sich das vor Augen halten. Eine Flasche halbtrockener Sekt mit 0,75 Litern Inhalt enthält im Durchschnitt fast 31 Gramm Zucker. 100 Milliliter Sekt haben in dem Fall über 80 Kalorien.

Im Handel ist Champagner meistens in der Geschmacksstufe „brut“ erhältlich, Schaumweine sind überwiegend trocken.

Gut zu wissen: Champagner wird ausschließlich aus Trauben der Champagne hergestellt, einem Weinanbaugebiet in Frankreich. Sekt wird auf Englisch mitunter champagne genannt, was zu Verwirrung führen kann, alternativ ist die Bezeichnung sparkling wine geläufig. Prosecco ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung und meint Schaumweine aus Italien. Bei zeremoniellen oder sehr feierlichen Anlässen wie bei einem offiziellen Sektempfang werden häufig trockene, hochwertige Sekte gereicht, nicht selten Champagner.

Sekt pur oder im Cocktail genießen

Sekt wird normalerweise zu besonderen Anlässen gereicht, aber auch, wenn Sie sich gemeinsam mit Ihrem Schatz oder Freunden ein Gläschen zwischendurch gönnen, will das prickelnde Getränk angemessen genossen werden. Dafür kommen Sektgläser zum Einsatz, mitunter Sektflöten genannt, was schon einen Hinweis auf ihre Form gibt. Sektgläser haben einen langen Kelch mit schmalem Durchmesser und wirken im Vergleich zu Weingläsern äußerst filigran. Die Form ist nicht nur hübsch, auch dient sie dazu, den Sekt lange am Prickeln zu halten. Die schlanke Gestalt und die schmale Öffnung verhindern, dass Kohlensäure allzu schnell entweicht.

Ein Glas fasst normalerweise 150 Milliliter. Mit regulären Sektflaschen (750 Milliliter) können Sie demnach fünf Gläser ausschenken – oder mehr, wenn Sie weniger hineinfüllen.

Sekt sollten Sie kalt genießen, am besten direkt aus dem Kühlschrank. Die ideale Trinktemperatur beträgt fünf bis sieben Grad Celsius. Um zu verhindern, dass der Sekt beim Einschenken zu stark schäumt, sollten Sie zunächst einen kleinen Schluck in jedes Glas geben und die Gläser anschließend reihum zu zwei Dritteln füllen, nicht bis an den Rand. Beim Absetzen der Flasche drehen Sie das Glas elegant weg, damit nichts nachtropft. Falls Sie Sekt außerhalb des Kühlschranks länger kalt halten möchten, können Sie sich mit einem Sektkühler behelfen, der den Inhalt der Flasche auf Temperatur hält.

Im Gegensatz zu Rotwein sollten Sie Sekt nicht lange lagern, sondern nach dem Kauf möglichst bald trinken. Einige Monate können Sie die geschlossenen Flaschen durchaus aufbewahren, nur sollten Sie im Hinterkopf behalten, dass Sekt nicht an Qualität gewinnt, wenn mehr Zeit vergeht. Ist die Flasche einmal offen, trinken Sie sie idealerweise aus, da sich Aromen und Kohlensäure schnell verflüchtigen. Sekt wird innerhalb von Stunden schal und schmeckt dann nicht mehr.

Sekt ist pur ein Genuss, außerdem bereichert er Mixgetränke ausgezeichnet. Ein Sekt Cocktail muss nicht sehr ausgefeilt sein. Im Grunde können Sie das alkoholische Getränk beinahe nach Belieben mit fruchtigen Getränken kombinieren. Als sommerliche Erfrischung mit dem gewissen Etwas mischen Sie einfach zu gleichen Teilen Sekt und Orangensaft, beides natürlich gut gekühlt. Falls es ein wenig raffinierter sein darf, probieren Sie doch einmal einen Blue Diamond: 2cl Gin werden mit der gleichen Menge Blue Curaçao und Zitronensaft in einem Shaker gemixt, dann kommen 6cl Sekt hinzu.

Das perfekte Sektfrühstück

Es gibt kaum etwas Romantischeres als ein Sektfrühstück. Natürlich gehört Sekt normalerweise nicht zu einem ausgewogenen Frühstück, doch dann und wann darf man schon einmal eine Ausnahme machen. Am Jahrestag Ihrer Beziehung, am Hochzeitstag oder am Geburtstag Ihres oder Ihrer Liebsten beispielsweise. Um Missverständnissen und hochgezogenen Augenbrauen Ihres Partners vorzubeugen: Zu einem Sektfrühstück gehört mehr als Sekt. Etwas Nahrhaftes dazu sollten Sie einplanen, zum Beispiel frische Croissants, süße Teilchen, kleine belegte Brötchen, appetitlich angerichtete Obststücke – alles, was sich ohne großen Aufwand verzehren lässt, ist geeignet. Und: Kaffee nicht vergessen!

 

 

 

 

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