Whiskey/Whisky

O'Connor Irish Whiskey
O'Connor Irish Whiskey
0,7 l

Whisky und Whiskey: schillernde Kulttropfen für Genießer

Um kaum eine Spirituose hat sich ein solcher Kult entwickelt wie um Whisky beziehungsweise Whiskey. Der goldgelbe bis bernsteinfarbene Tropfen mit dem unverkennbaren Aroma hat viele Fans – und das völlig zu Recht. Sein Name stammt ursprünglich aus dem Schottisch-Gälischen und bis heute streiten sich Kenner darüber, ob Whisky in Schottland oder doch in Irland erfunden worden sei. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sich die Whiskyherstellung in beiden Ländern parallel entwickelt hat. Historischen Aufzeichnungen zufolge gab es jedenfalls bereits im 16. Jahrhundert erste Whiskybrennereien und im Laufe der Jahre schossen die kleinen Destillerien wie Pilze aus dem Boden, und zwar sowohl in Schottland als auch in Irland. Später etablierten sich weitere große Whisky- und Whiskey-Nationen, zum Beispiel die USA und Kanada.

Whisky oder Whiskey – Was ist der Unterschied?

Haben Sie sich schon mal gefragt, warum Sie manchmal „Whisky“ und an anderer Stelle „Whiskey“ lesen? Manchmal führt das zu Verwirrung, doch die Auflösung ist gar nicht schwierig. Die Schreibweise hängt vom Herkunftsland des jeweiligen Whiskys ab. Whisky stammt aus Schottland oder Kanada, Whiskey dagegen ist in der Regel US-amerikanischer oder irischer Herkunft.

Einen weiteren Hinweis darauf, woher das edle Tröpfchen stammt, gibt ein Zusatz auf dem Etikett: 

  • Scotch Whisky stammt, wie der Name vermuten lässt, aus Schottland. Scotch ist meist ein Malt oder Grain Whisky.
  • Whiskey aus Irland wird als Irish Whiskey bezeichnet. Es sind fast immer Malt Whiskeys, die zudem drei Mal destilliert werden und besonders mild sind, weil sie wenig Fuselöle beinhalten.
  • American Whiskey wiederum ist US-amerikanischer Herkunft. Sehr bekannt sind beispielsweise die Tennessee Whiskeys, die aus dem gleichnamigen Bundesstaat kommen. Bei amerikanischem Whiskey handelt es sich in den meisten Fällen um Bourbon.

Wie wird Whisky hergestellt?

Bei der Whiskyherstellung gibt es einige Faktoren, die dafür sorgen, dass jeder Whisky unterschiedlich und vor allem unnachahmlich schmeckt. Ein wesentlicher Aspekt ist beispielsweise die Frage, welche Getreidesorte der Spirituose zugrunde liegt. Gerste, Mais, Roggen oder Weizen werden im weiteren Herstellungsprozess mit Wasser und Hefe veredelt. Dabei werden folgende Schritte durchlaufen: 

  • Zunächst wird das verwendete Getreide gemälzt, damit sich die enthaltene Stärke in Zucker umwandeln kann. Dafür werden spezielle Enzyme beigemengt.
  • Das gemälzte Getreide wird anschließend zu einem feinen Granulat gemahlen, hierbei entsteht die sogenannte Maische.
  • Nun kommt die Hefe dazu. Sie sorgt dafür, dass der Gärungsprozess in Gang kommt. In diesem Schritt verwandelt sich der Zucker in Alkohol und zurück bleibt nach maximal 72 Stunden eine Art starkes Bier, die „wash“ genannt wird.
  • Nun erfolgt die Destillation, die Flüssigkeit wird also gebrannt.

Nach der Destillation kommt ein wichtiger Schritt, der einen ganz wesentlichen Einfluss auf den Charakter des Whiskys hat: die Fassreifung. Whiskyfässer bestehen aus Eichenholz, das bei der Lagerung seine Aromen an den Whisky oder Whiskey abgibt. Grundsätzlich gilt: Je länger ein Whisky oder Whiskey im Fass reift, desto besser wird er. Es gibt allerdings auch sehr gute jüngere Sorten.

Bei der Abfüllung dürfen Whisky und Whiskey gemischt werden, diese Sorten tragen dann die Bezeichnung „blended“. Blends beziehungsweise Verschnitte können bis zu 40 verschiedene Whiskysorten beinhalten und werden auf einen bestimmten Geschmack hin getrimmt. Übrigens hat das Getränk direkt nach dem Brennen einen höheren Alkoholgehalt, nämlich über 60 Volumenprozent. Bei der Abfüllung wird dieser Alkoholgehalt häufig auf 40 bis 46 Volumenprozent angepasst. Dazu darf dem Whisky oder Whiskey Wasser beigemischt werden. 

Die verschiedenen Whisky Sorten

Welcher Whisky oder Whiskey der beste ist, darüber streiten sich die Experten. Manche schwören auf Bourbon, bei anderen geht nichts über Single Malt Whisky. Was genau ist eigentlich der Unterschied? Auf dem Etikett sind einige Bezeichnungen vermerkt, die Laien zunächst etwas ratlos zurücklassen. Doch das muss nicht so bleiben. Wir geben Ihnen eine kleine Einführung in das grundlegende Whisky-Vokabular. Beginnen wir mit einer kleinen Warenkunde.

Zunächst wird nach Getreidearten unterschieden, aus denen der Whisky oder Whiskey hergestellt wird:

  • Whiskysorten, die zu mindestens 80 Prozent aus Mais hergestellt werden, sind mit „Corn“ gekennzeichnet.
  • Einen anderen Whisky, der zum Teil aus Mais besteht, kennen Sie wahrscheinlich, denn er ist sehr verbreitet: der Bourbon Whisky. Bourbon muss zu mindestens 51 Prozent aus Mais gebrannt sein.
  • Grain sind Whiskysorten, die meistens als Verschnitte, also sogenannte „Blended Whiskys“ in den Handel kommen. Sie können aus verschiedenen Getreidearten bestehen, wie Weizen, Roggen, Gerste oder Mischungen.
  • Rye Whisky besteht zum Großteil aus Roggen.
  • Whisky, der aus Gerste hergestellt wird, trägt den Namen Malt.

Als besonders edel gilt Single Malt Whisky. Dieser Name begegnet Ihnen häufiger, wenn Sie sich mit Kennern unterhalten. Da es sich um Malt handelt, ist bereits klar, dass Sie es mit einem Whisky aus gemälzter Gerste zu tun haben. Der Zusatz „Single“ bedeutet, dass die Destillation in einer einzigen Destillerie stattgefunden hat. Sie haben also einen sortenreinen Whisky oder Whiskey vor sich, der nicht mit anderen Tropfen gemischt wurde. Diese Produkte gelten nicht zu Unrecht als hochwertig und sind sogenannte Prädikatswhiskys. 

Der perfekte Whiskygenuss 

Kenner trinken Whisky oder Whiskey nicht einfach, sie zelebrieren den Genuss. Dazu gehört einerseits die richtige Trinktemperatur. Wenn ein edler Whisky zu kalt getrunken wird, können die vielschichtigen Aromen nicht in Gänze wahrgenommen werden. Außerdem brauchen Sie geeignete Whiskygläser. Whisky wird entweder aus Nosing-Gläsern mit Stiel oder aus einem sogenannten Whiskey Tumbler genossen. Dabei handelt es sich um ein Glas mit großer Grundfläche, das gerade oder leicht bauchig in die Höhe ragt. Whisky Sets enthalten oft neben einer Flasche des feinen Tropfens ein paar passende Gläser und mitunter sogar eine Whisky Karaffe.

Whisky wird aber nicht bloß pur oder auf Eis als Whisky on the rocks getrunken. Es gibt eine ganze Reihe Whisky Cocktails und anderer Whisky Drinks, die weltweit von Kennern geliebt werden. Denken Sie nur an Whisky Sour oder den legendären Cocktail Manhattan! Darüber hinaus kann die Spirituose beim Kochen Verwendung finden. Ein saftiges Steak mit Whisky Sauce lässt Fleisch- und Whisky-Fans gleichermaßen das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Egal, für welche Variante des hochprozentigen Getränks Sie sich entscheiden: Whisky ist und bleibt eine Spirituose und sollte dementsprechend in Maßen genossen werden. Nicht nur der hohe Kaloriengehalt von rund 250 Kalorien pro 100 Milliliter spielt dabei eine Rolle, sondern auch der stattliche Alkoholgehalt. Genießen Sie Ihren Whisky oder Whiskey mit Bedacht!

 

 

 

*}